Zuchtrichtlinien

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Zuchtrichtlinien des Rassekatzen-Züchterbund e.V.

Die Zuchtrichtlinien des RKZB e.V. basieren auf der derzeit gültigen Fassung des Tierschutzgesetzes.

1. Voraussetzung für die Eintragung in die Zuchtbücher

a. Jeder Züchter des RKZV e.V. ist verpflichtet, einen Zwingernamen zu beantragen.
Alle im Zwinger geborenen Jungtiere erhalten zum Vornamen den ausgewählten
Zwingernamen . Der Vorname , Zwingername plus Satzzeichen und Leerstellen darf aus
computertechnischen Gründen nicht mehr als 25 Stellen haben. Der Züchter schlägt einen ,
besser mehrere Namen als Zwingernamen vor ; Die Geschäftsstelle meldet den Zwingernamen
der Zwingerschutz-Zentralkartei., erst dann kann eine Eintragung erfolgen.

b. Züchter ist , wer eine in seinem Besitz befindliche Katze decken lässt bzw. die Mutterkatze am
Tag der Geburt der Jungtiere besitzt. Als Eigentumsnachweis gilt der Besitznachweis.
c. Katzen die keinen Besitznachweis haben können diesen auf Antrag gegen 10,00 € erhalten.
Für erworbene Katzen wird nur ein Stammbaum des RKZB e.V. ausgestellt wenn der Original-
Stammbaum von einem nicht mehr existierenden Verein ( VKSK ) ausgestellt wurde ,
oder der Original-Stammbaum von einem Ausländischen Verein in nicht lateinischen
Schriftzeichen ausgeführt wurde.
In einem neu erstellten Stammbaum ist , soweit lesbar , die Zuchtnummer des Original-
Stammbaum einzutragen .
Der eigene Zwingername wird in keinem Fall, an den Namen der Katze angehängt.

2. Wurfmeldungen und Stammbäume

a. Die Geburt der Jungtiere ist innerhalb von acht ( 8 ) Wochen unter Einsendung der Wurfmeldung
und der fotokopierten RKZB e.V. Stammbäume , andere Stammbäume einmalig das Original ,
der Elterntiere bei der Geschäftsstelle zu melden. Farben , Geschlecht und Namen können ,
soweit sie noch nicht feststellbar sind, nachgemeldet werden. Gehen Wurfmeldungen später
als 3 Monate nach der Geburt der Jungtiere ein, kann eine Verweisgebühr erhoben werden.
b. Nur Mitglieder des RKZB e.V. können Stammbäume für Jungtiere beantragen. Es müssen
alle in einem Zwinger geborenen Jungtiere registriert werden.
c. Farbänderungen in bereits ausgestellten Stammbäumen können bis zum Alter von 3 Monaten
der Geschäftsstelle vom Züchter mitgeteilt und geändert werden , danach nur mit Richter-
Bewertung . Die Änderung wird auf genetische Richtigkeit überprüft.
Eigenmächtige Änderungen in den Stammbäumen sind unzulässig und machen den Stamm-
baum ungültig ( Urkundenfälschung ).

d.Die Katzen müssen vor Beendigung der audiometrischen Untersuchung mit einem Mikroship gekennzeichnet sein.Die Mikrochipnummer muss in der Audiometrietest-Bescheinigung vermerkt sein.Weisser Nachwuchs muss audiometriesch getestet werden

3. Zuchteinschränkungen

a. Zuchtkatzen dürfen erst ab Vollendung des 1. Lebensjahres gedeckt werden. Erfolgt eine Dec
kung zwischen dem 10. und 12. Lebensmonat , so ist ein tierärztliches Attest vorzulegen , dass
die Frühdeckung aus medizinischen Gründen befürwortet.
Eine Zuchtkatze darf innerhalb 24 Monate nicht mehr als zwei (3) Würfe haben.
b. Die Wurfabstände sind in das Ermessen des Züchters gestellt. Bei Überschreitung erhalten die
Jungtiere Eintragungskarten und müssen Ausgestellt werden, um Stammbäume zu erhalten.
Eine Verweisgebühr kann erhoben werden.
c. Verwandtenpaarung : Die Paarung zwischen Vollgeschwistern ist vor der Deckung zu bean-
tragen. Hierfür ist ein entsprechender Antrag an die Geschäftsstelle zu stellen , und zwar unter
Beifügung des fotokopierten Stammbaumes und unter Angabe des jeweiligen Zuchtzieles .
Für die Jungtiere aus solchen Verpaarungen müssen tierärztliche Gutachten beigebracht werden.
Werden die Jungtiere darin als gesund befunden erhalten diese Stammbäume. Die gleiche
Regelung gilt auch bei einer Paarung von Partnern , in deren Ahnenreihe nur neun oder
weiniger Vorfahren auftreten. Zu zählen sind : Die Paarungspartner , deren Eltern und Großeltern
( 14 Tiere ) .
Rassekreuzungen im Allgemeinen sind verboten.
Die einzelnen Rassen sind im Beiblatt gesondert aufgeführt!

Wird eine Rassekreuzung geplant, ist ein Antrag (wie unter 3 c) zu stellen. Bei nicht gene-
migten Rassekreuzung fällt sowohl für den Besitzer der Katze als auch für den Besitzer des
Deckkaters ein Bußgeld an . Die Zuordnung der aus einer Rassekreuzung gefallener Jungtiere
zu einer der bestehenden Rassen und die damit verbundene Eintragung in das RIEX =
Experimental-Zuchtbuch kann durch eine Ausstellung des Tieres in der Bestimmungsklasse ab
einem Mindestalter von 6 Monaten auf jeder deutschen Ausstellung erfolgen. Voraussetzung
hierfür ist die Bewertung der Katze mit einem „vorzüglich“ .Vor dieser Zuordnung sind die Tiere
, ebenfalls im RIEX unter -x- einzutragen, Tiere dieser Nummer sind nur nach Genehmigung
durch die Geschäftsstelle zugelassen .

4. Katzenhaltung  

a. Alle bei einem Züchter lebenden Katzen müssen frei von ansteckenden Krankheiten sein und
einen vollständigen Impfschutz gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche haben. Tiere ,
die zu einer Ausstellung gemeldet werden, müssen außerdem noch gegen Tollwut geimpft sein.
Die Gültigkeitsdauer der Impfung richtet sich nach dem verwendeten Impfstoff. Katzen und Kater
sollen frei von Ungeziefer sein und unter artgerechten hygienischen Bedingungen gehalten werden.
Katzen und Kater dürfen nicht in Käfigen gehalten werden. Räume unter 4 qm und 1.70 m
Höhe sind als Käfig zu betrachtet.
b. Stellt ein Züchter oder Katzenhalter bei seinen Tieren eine ansteckende Krankheit fest ,
wird empfohlen dies der Geschäftsstelle zu melden.
Um die weitere Ausbreitung der Krankheit zu vermeiden , sollte der Züchter keine Ausstellungen
besuchen , keine Katzen zum Decken annehmen oder bringen , keine Katze verkaufen ,
in Pension nehmen oder sonst abgeben.
Eine Zwingersperre kann angeordnet, eine Verweisgebühr kann erhoben werden.
c. Eine oder mehrere Personen der Vorstandschaft können unangemeldete Zwingerkontrollen
durchführen oder durchführen lassen.

5. Deckkater

a. Für die Führung von Deckkatern in unserem Deckkaterverzeichnis muss der Nachweis erbracht
werden, dass der Kater gesunden, lebenden Nachwuchs gezeugt hat.
Ein Tierärztliches Gesundheitszeugnis und die Impfung werden empfohlen.
b. Um eine Ausbreitung ansteckender Krankheiten soweit wie möglich einzuschränken , wird
empfohlen , Ausstellungstiere erst 14 Tage nach dem Besuch einer Ausstellung zur Paarung zu
verwenden, wenn der Paarungspartner aus einem anderen Zwinger kommt.
c. Sobald die gedeckte Katze beim Katerbesitzer abgeholt wird , ist die geforderte Deckgebühr
zu Zahlen . Der Besitzer der Katze erhält vom Katerbesitzer sofort einen ausgefüllten und unter-
schriebenen Deckschein und eine Fotokopie des Katerstammbaumes. Der Katerbesitzer
bescheinigt damit , dass der angegebene Kater tatsächlich der Vater der zu erwartenden Jung-
tiere ist. Bleibt die Paarung ohne Erfolg , so ist der Deckkaterbesitzer innerhalb von 7 Wochen
nach dem Deckdatum schriftlich zu benachrichtigen. In diesem Fall hat der Besitzer der Katze
innerhalb eines Jahres beim Kater mit der gleichen Katze noch zwei Nachdeckungen frei. Ist die
Annahme der Katze in diesem Zeitraum seitens des Deckkaterbesitzers nicht möglich , so ist
er verpflichtet, fünfzig (50) Prozent der Deckgebühr an den Katzenbesitzer zurück zu Zahlen.
Nimmt der Katzenbesitzer die kostenlose Nachdeckung für seine Katze nicht in Anspruch, so
kann er keinerlei Rückzahlung verlangen.
d. Eine Katze darf frühestens 3 Wochen nach einer Deckung mit einem anderen Kater zusammen-
kommen. Dies gilt auch, wenn eine Zuchtkatze vorübergehend entlaufen war.

6. Verkauf und Impfschutz  

a. Der Verkauf von Tieren an Tierhändlern , Zoofachgeschäfte , Versuchsanstalten oder zu Okkulten
Zwecken ist verboten. Eine Vermittlung über eine Zoohandlung , bei der das Tier bis zur Abgabe
beim Züchter bleibt, ist erlaubt.
b. Die Züchter dürfen ihre Jungtiere ab einem Alter von 12 Wochen
abgeben. Impfschutz, 1. Impfung wird empfohlen. Die Jungtiere müssen gesund und entwurmt sein.
Reklamationen von Käufern , die beweisen , dass diese Bestimmungen nicht erfüllt wurden ,
kann nach Anhörung durch den Vorstand einen sofortigen Ausschluss , oder eine Verweisgebühr
zur Folge haben.
c. Es wird jedem Züchter in eigener Interesse empfohlen , den Verkauf und sonstige Abgabe aller
seiner Tiere zu kontrollieren und aufzuzeichnen . Zu notieren sind Name des Tieres ,
Geburtsdatum , Farbe , Zuchtbuchnummer ,Abgabedatum , Name und Adresse des neuen
Besitzers .

7. Stammbäume

a. Der Stammbaum gehöret zu jeder Katze. Der Stammbaum und der
gültige Impfpass sind dem neuen Besitzer auszuhändigen.
b. Beim Tod einer Katze ist der Stammbaum mit dem entsprechenden Vermerk an die Geschäfts-
stelle zu senden.
c. Bei Verstöße gegen die geltenden Zuchtrichtlinien wird eine Verweisgebühr erhoben ,
deren Höhe sich nach dem Verstoß richtet Bei wiederholtem Nichtbeachten der Bedingungen
erfolgt eine Verwarnung mit dem Hinweis , dass ein weiterer Verstoß den Ausschluss aus dem
Verein nach sich ziehen kann.

8. Allgemeines

a. Beim Ausstellen von Stammbäumen werden die allgemein geltenden Bestimmungen
Zugrunde gelegt. Fehlerhafte Angaben bei der Bearbeitung von Stammbäumen können jederzeit
geändert werden. Entstehende Kosten trägt der Züchter bzw. der Besitzer des Tieres.
b. Bei Unklarheiten bezüglich Rasse und Farbe , besteht die Möglichkeit einen Zuchtwart zu Rate
zu ziehen oder das Tier bei einer Ausstellung vorzustellen und begutachten zu lassen.
Erfahrene Richter stehen dort jederzeit zur Verfügung.
c. Bei Einsendung der Wurfmeldung kann der Züchter den Vermerk “ Zuchtsperre “ in einem oder
mehrerer Jungtierstammbäume eintragen lassen. Die Aufhebung dieses Vermerks
bedarf der Zustimmung des Züchters, es wird kostenpflichtig ein neuer Stammbaum ausgestellt.
Die nachträgliche Eintragung der Zuchtsperre ist kostenpflichtig und kann nur vorgenommen
werden, solange sich das Tier im Besitz des Züchters befindet.

d. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen dass, das Tierschutzgesetz incl. Verordnungen zur

Qualzucht zusätzlich beachtet werden muss.

   

         Zum Lesen tierschutzgesetz